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Frau sitzt entspannt auf einem Stuhl und genießt die Natur.
Innere Unruhe

Aufregung & Nervosität lindern – mit diesen Tipps gelingt’s

Ein nervenaufreibendes Vorstellungsgespräch, unangenehme Flugangst oder eine herausfordernde Prüfung – Aufregung ist ein lästiger Begleiter in unserem Leben. Welche Tipps dabei helfen, die Nervosität zu bekämpfen?

Wer kennt es nicht: Schwitzige Hände, ein klopfendes Herz und ein unruhiger Magen – die Symptome von Aufregung sind vielen von uns nur allzu vertraut. Doch woher kommt die Nervosität eigentlich? Wenn wir aufgeregt sind, setzt das Gehirn einen komplexen Mechanismus in Gang, bei dem sympathische Nervenbahnen im Rückenmark und Hormone eine wichtige Rolle spielen. Dieser Prozess führt zu einem erhöhten Erregungszustand – eine ganz natürliche Reaktion, die besonders in Situationen auftreten, die wir für uns als wichtig wahrnehmen, wie z.B. in Vorstellungsgesprächen oder bei Präsentationen.

Warum werden wir nervös oder sind aufgeregt?

Aufregung und Nervosität sind im Grunde wertvolle Mechanismen unseres Körpers, um unsere Leistungsfähigkeit kurzfristig zu steigern und so herausfordernde Situationen besser meistern zu können. Auch positive Emotionen, wie Freude, Vorfreude und Enthusiasmus können Nervosität auslösen. Hier nehmen wir die Aufregung jedoch meist gar nicht so sehr als unangenehm war, sondern eher als Vorbote auf etwas Schönes.

Doch gerade in Situationen, in denen wir uns beweisen müssen, fühlen sich Aufregung und Nervosität häufig eher unangenehm an – und wir wünschen uns dann, gelassener zu sein. Aber: Statt gegen die Nervosität anzukämpfen, ist es oft sinnvoller, sich zu erlauben, aufgeregt zu sein – denn es zeigt einfach nur, dass einem die Situation wichtig ist. Um jedoch zu verhindern, dass man sich in die Aufregung hineinsteigert, gibt es einige Tipps und Techniken, die sich bewährt haben:

  1. Bewegung: Egal ob Kraftsport, Joggen, Schwimmen oder Radfahren – wer sich körperlich verausgabt, baut nicht nur Stress ab, sondern kann auch seine Aufregung lindern. Selbst ein ruhiger Spaziergang in der Natur sorgt dafür, dass unser Stresshormon Cortisol abnimmt und Blutdruck, Puls und Blutzuckerspiegel sinken.

  2. Die Macht des Atems: Eines der einfachsten, aber effektivsten Mittel zur Nervositätsbekämpfung ist die bewusste Atmung. Tiefes Ein- und Ausatmen hilft den Herzschlag zu beruhigen und den Geist zu fokussieren. Versuchen Sie es mit der 4-7-8-Atemtechnik: Vier Sekunden lang einatmen, sieben Sekunden lang die Luft anhalten und anschließend acht Sekunden lang ausatmen – perfekt, um Körper und Geist zu beruhigen.

  3. Entspannungstechniken: Bei Aufregung spielt der Ausgleich von Anspannung und Entspannen eine wichtige Rolle. Es gibt verschiedenste Entspannungstechniken – passend zu Lebensstil und Persönlichkeit – die helfen können, Nervosität zu bekämpfen. Dazu gehören zum Beispiel:  

    ·       Meditation

    ·       Autogenes Training

    ·       Progressive Muskelentspannung

    ·       Yoga

    ·       Qigong

  4. Ablenkung: Ein gutes Buch, die Lieblingsmusik oder ein Telefonat mit dem besten Freund – manchmal ist es ratsam, die Nervosität einfach zu umgehen, statt sie zu bekämpfen. Ablenkung ist da eine äußerst effektive Methode, um das innere Gedankenkarussell zu durchbrechen. Die kurze Flucht kann für einen Moment der Ruhe und Entspannung sorgen.  

  5. Vorbereitung ist alles: Eine gründliche Vorbereitung ist beim Thema Aufregung nicht zu unterschätzen. Die Gewissheit, gut auf bevorstehende Ereignisse vorbereitet zu sein, stärkt das eigene Selbstvertrauen und lindert die Angst vor Unbekanntem. Ein sicherer Hafen, der die notwendige Sicherheit verleiht, um Herausforderungen selbstbewusst zu meistern.

  6. Die Power-Pose: Die Power-Pose ist eine einfache und schnelle Methode, um Selbstbewusstsein in stressigen Situationen zu stärken und Nervosität in den Hintergrund zu drängen. Wie diese die Aufregung lindernde „Superhelden“-Pose geht? Stehen Sie aufrecht, setzen Sie Ihre Hände auf die Hüften und spreizen Sie Ihre Beine leicht – das Ganze für etwa zwei Minuten. Studien haben gezeigt, dass die Ausschüttung des „Selbstvertrauenshormons“ Testosteron erhöht und die des Stresshormons Cortisol reduziert wir