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Atemtherapie: So finden Sie Entspannung
Ein guter Krimi oder eine Überraschung – Situationen wie diese, lassen einem schon mal den Atem stocken. Das zeigt: Atmung und Wohlbefinden sind eng miteinander verbunden. In stressigen Situationen atmen wir deshalb auch kürzer und flacher. Das kann negative Folgen für unseren Körper haben. Der Sauerstoffmangel vermindert die Leistungsfähigkeit der Muskeln, Organe und des Gehirns. Die gute Nachricht: Bewusstes Atmen lässt sich trainieren – es beruhigt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Mit einer Atemtherapie entwickeln Sie ein intensiveres Körpergefühl und können Entspannung finden.
Richtig atmen dank Atemtherapie
Yoga, Qigong oder Pilates: Seit der Antike haben sich zahlreiche Formen von Atemübungen entwickelt. Denn: Wer bewusst atmet, fühlt sich gut. Die unterschiedlichen Ansätze und Übungen in der Atemtherapie richten sich nach den persönlichen Bedürfnissen – für einen Asthmatiker gibt es zum Beispiel andere Atemübungen als für jemanden, der innere Ruhe und Entspannung finden will. Grundsätzlich gilt: Wer durch die Nase atmet, atmet ruhiger und länger. Regelmäßige Atemtherapie verbessert die Durchblutung und den Zellstoffwechsel. Die Organe werden stimuliert und das Immunsystem gestärkt – sogar der Blutdruck kann gesenkt werden.
Tief durchatmen – Atemübungen zur Entspannung
Egal, ob zu Hause, im Büro oder unterwegs – Atemübungen lassen sich unabhängig vom Ort in den Alltag integrieren. Bei regelmäßiger Wiederholung kann die Atmung dauerhaft verbessert werden. Und nicht nur das: Mit gezielter Atemtherapie werden Sie langfristig mehr innere Ruhe und Entspannung finden. Schon ein tiefes Seufzen hin und wieder sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung und kann helfen, Stress abzubauen. Diese Übungen der Atemtherapie sind gute Helfer um stressige Situationen im Alltag zu meistern:
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Atemübungen lassen sich unabhängig vom Ort in den Alltag integrieren.
Tiefe Bauchatmung:
Sie sind aufgewühlt und sehnen sich nach Entspannung? Legen Sie sich auf den Rücken oder setzen Sie sich mit geradem Rücken auf einen Stuhl. Die Hände liegen auf dem Bauch – die Fingerspitzen berühren sich. Atmen Sie bewusst für drei Sekunden ein. Dabei hebt sich der Bauch und die Finger bewegen sich ein wenig auseinander. Nun atmen Sie langsam wieder aus, sodass sich die Fingerspitzen wieder berühren. Schon zwei bis drei Minuten dieser Übung reichen aus, um Entspannung zu finden und neue Kraft zu tanken.Wechselatmung:
Die Wechselatmung kann bei Stress und Nervosität unterstützen. Stellen oder setzen Sie sich für die Übung aufrecht hin: Der Daumen schließt das rechte Nasenloch – atmen Sie durch das linke Nasenloch ein. Nun werden beide Nasenlöcher verschlossen und die Luft angehalten. Öffnen Sie jetzt das rechte Nasenloch und lassen Sie die Luft wieder ausströmen. Die Wechselatmung kann beliebig wiederholt werden. Sie wirkt nicht nur entspannend, sondern bewirkt außerdem einen Ausgleich zwischen den beiden Hirnhälften.
Ein Tipp zum Schluss:
Fünf Sekunden einatmen – fünf Sekunden wieder ausatmen. 15 Minuten lang, jeden Tag. Was das bringt? Es pendelt die Atmung so ein, dass sie synchron zum Herzschlag läuft – so kann unser Körper nach einem langen Tag wieder Entspannung finden. Speziell ausgebildete Physiotherapeuten bieten Atemtherapien auch bei Beschwerden wie Atemnot, Auswurf, Husten oder Atemfunktionsstörungen an. Sie sind ein wichtiger Teil der Genesung.
Atemtherapie - FAQs: Die wichtigsten Fragen im Überblick
Was ist Atemtherapie?
Atemtherapie ist eine gezielte Methode zur Schulung der Atmung mit dem Ziel, die körperliche und seelische Gesundheit zu fördern. Sie hilft dabei, die Atmung zu vertiefen, Stress abzubauen und die Sauerstoffversorgung zu verbessern.
Wie wirkt sich bewusstes Atmen auf den Körper aus?
Durch bewusstes Atmen wird der Körper besser mit Sauerstoff versorgt und die Leistungsfähigkeit von Organen, Muskeln und Gehirn kann steigen. Gleichzeitig wirkt sich ruhiges Atmen positiv auf das vegetative Nervensystem aus und fördert Entspannung.
Welche Atemübungen helfen bei Stress?
Übungen wie die tiefe Bauchatmung oder Wechselatmung beruhigen das Nervensystem und fördern Gelassenheit. Bereits wenige Minuten tägliches Üben können helfen, Stress im Alltag besser zu bewältigen.
Welche Rolle spielt die Nase beim Atmen?
Das Atmen durch die Nase verlangsamt und vertieft die Atmung auf natürliche Weise. Außerdem wird die eingeatmete Luft gefiltert, befeuchtet und vorgewärmt. Dies schützt die Atemwege.
Kann Atemtherapie bei Schlafproblemen helfen?
Eine ruhige und gleichmäßige Atmung kann das Einschlafen erleichtern und die Schlafqualität verbessern. Atemübungen vor dem Zubettgehen helfen, den Tag loszulassen und innerlich zur Ruhe zu kommen.
Ist Atemtherapie für Anfänger geeignet?
Atemtherapie ist einfach umzusetzen und für jede Altersgruppe geeignet. Viele Übungen lassen sich ohne Vorkenntnisse und ohne Hilfsmittel direkt im Alltag durchführen.
Wie schnell wirken Atemübungen bei Stress?
Oft zeigen sich erste entspannende Effekte bereits nach wenigen Minuten. Bei regelmäßiger Anwendung wird die Atmung langfristig ruhiger und die Stressresistenz steigt.
Kann man Atemtherapie auch unterwegs anwenden?
Atemübungen wie die 5-Sekunden-Methode oder Bauchatmung lassen sich problemlos im Büro, im Auto oder auf Reisen durchführen. Sie benötigen keine besondere Vorbereitung.
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