Zum Inhalt springen
Frau bei der Arbeit, die auf ihre Armbanduhr schaut.
Innere Unruhe

Vier Stresstypen: Wie reagieren Sie in Stresssituationen?

Lesezeit ca. 5 Min

Zuletzt aktualisiert am

Haben Sie schon mal hinterfragt, wie Sie eigentlich in Stresssituationen reagieren? Bleiben Sie ruhig oder blühen Sie erst unter Stress so richtig auf? Jeder Mensch hat seine ganz eigenen Strategien für den Umgang mit Stress. Zusammengefasst lassen sich vier verschiedene Stresstypen unterscheiden, die wir uns einmal genauer angeschaut haben.

Solche Stresssituationen kennen Sie sicher: das wichtige Meeting mit dem neuen Kunden, der Geburtstag der Kinder oder die Vorbereitung einer großen Urlaubsreise – oder vielleicht auch einfach alles zusammen. In unserem Alltag kann es manchmal richtig chaotisch zugehen, da lauern an jeder Ecke neue Stressfaktoren, die unser Nervenkostüm immer wieder auf die Probe stellen. Doch wie reagieren Sie eigentlich in Stresssituationen? Sind Sie vielleicht ein Kämpfer, bleiben trotz Stress eher ruhig und gelassen, schlucken den Stress einfach herunter oder brauchen Sie für den Umgang mit Stress klare Strukturen?

Der Kämpfer

In Stresssituationen mit dem Kopf durch die Wand

In Stresssituationen dreht der Kämpfer so richtig auf: Er ist ein echtes Energiebündel, das scheinbar nie zur Ruhe kommt. Menschen dieses Stresstyps eilen von einem Termin zum nächsten und haben häufig den Anspruch alles alleine schaffen zu müssen. Sie verlassen sich sehr stark auf ihre eigenen Fähigkeiten und stürzen sich kopfüber in jede Aufgabe – manchmal sogar bis zur totalen Erschöpfung. Typisch ist auch, dass sich Kämpfer oft für alles und jeden verantwortlich fühlen – da sind Stresssituationen vorprogrammiert. Auch wenn sie für ihr Engagement meist bewundert werden, ist ihr Umgang mit Stress weniger vorbildlich: Menschen dieses Typs vergessen häufig an sich selbst zu denken und auch mal eine Pause einzulegen.

Der Ruhepol

Gelassen und ausgeglichen im Umgang mit Stress

Stresssituationen sind für Menschen dieses Typs fast ein Fremdwort. Egal, welche Herausforderung der Alltag bereithält, sie nehmen es ruhig und gelassen auf. Als wahre Ruhepole in der Hektik des Lebens begegnen sie Stresssituationen und Konflikten stets mit einem kühlen Kopf, sei es im Büro oder zu Hause. Ihr Umgang mit Stress kann manchmal auf andere auch etwas befremdlich wirken oder mutmaßen lassen, der Stresstyp Ruhepol würde den Ernst der Lage nicht erkennen. Doch trotz Kritik bleibt der Ruhepol immer kooperativ und sucht nach Lösungen, ohne dabei die Nerven zu verlieren. Diese Typen können zwar auch ihre stressigen Momente haben, aber sie wissen genau, wann es Zeit ist, sich eine Auszeit zu gönnen.

Der Engagierte

Hilfsbereit, harmoniebedürftig und fürsorglich in Stresssituationen

Die Engagierten haben ihre ganz eigene Strategie mit Stresssituationen umzugehen: Sie lassen ihn sich einfach nicht anmerken, auch wenn es vielleicht schon etwas zu viel ist. Dieser Stresstyp hat stets für jeden und alles ein Lächeln im Gesicht und tendiert auch mal dazu, Stressfaktoren einfach auszublenden, anstatt an einer langfristigen Lösung des Problems zu arbeiten. Ihr größtes Manko, gerade auch in Stresssituationen: Die Engagierten sind immer bereit anderen zu helfen, und tun sich schwer, selbst um Hilfe zu bitten. Dementsprechend sagen sie oft Ja, wenn sie eigentlich Nein meinen. Sie sind so freundlich und zuvorkommend, dass sie oft vergessen, auf sich selbst zu achten. Wenn es zu viel wird, schlucken sie ihren Ärger lieber herunter, als ihn herauszulassen und womöglich anderen auf die Füße zu treten.

Der Beharrliche

Feste Strukturen für den Umgang mit Stress

Menschen dieses Stresstyps mögen es generell lieber ruhig und beständig. Sie fühlen sich am wohlsten, wenn alles an seinem Platz ist, verachten Unordnung und können nur schwer mit neuen, unvorhergesehenen Situationen umgehen. Ihr Umgang mit Stress ist schlichtweg diesem durch feste Strukturen und bewährte Routinen aus dem Weg zu gehen. Deshalb besteht der Beharrliche auch auf seinen Traditionen und Prinzipien: In der Arbeitswelt macht er immer pünktlich Feierabend, auch wenn vielleicht noch etwas mehr zu tun wäre. Und in seiner Freizeit ist diesem Stresstyp das Wochenende für seine Hobbys heilig. Durch seinen strukturierten und vorausschauenden Umgang mit Stress kommt der Beharrliche selten in Stresssituationen, die wirklich dafür sorgen können, dass er an sein Limit kommt.

Wie reagiere ich in Stresssituationen? - FAQs: Die wichtigsten Fragen im Überblick

Was sind Stresstypen?

Stresstypen beschreiben typische Verhaltensmuster, die Menschen in belastenden Situationen zeigen. Manche werden besonders aktiv, andere bleiben ruhig, suchen Harmonie oder halten an festen Abläufen fest. Die Einteilung dient der persönlichen Orientierung und ist keine medizinische Diagnose. Wer sein eigenes Muster kennt, kann gezielter mit Stress umgehen.

Warum reagieren Menschen unterschiedlich auf Stress?

Ob eine Situation als belastend empfunden wird, hängt von Erfahrungen, Persönlichkeit und verfügbaren Bewältigungsstrategien ab. Auch Schlaf, Gesundheit und die aktuelle Lebenssituation beeinflussen die Stressreaktion. Was für eine Person motivierend ist, kann eine andere überfordern. Deshalb müssen auch Maßnahmen zur Stressreduktion individuell ausgewählt werden.

Was hilft bei akutem Stress?

Bei akutem Stress kann es helfen, zunächst Abstand zur Situation zu gewinnen. Atmen Sie einige Male langsam ein und länger aus, um Ihre Aufmerksamkeit auf den Moment zu lenken. Prüfen Sie anschließend, welche Aufgabe wirklich sofort erledigt werden muss. Kleine, konkrete Schritte wirken häufig überschaubarer als der Versuch, alles gleichzeitig zu bewältigen.

Welche Entspannungstechniken helfen gegen Stress?

Bewährte Entspannungsverfahren sind beispielsweise Atemübungen, progressive Muskelentspannung, Meditation und Yoga. Welche Methode angenehm ist, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Regelmäßige kurze Übungen sind häufig hilfreicher als seltene lange Einheiten. Entspannung lässt sich zudem leichter in den Alltag integrieren, wenn dafür feste Zeiten vorgesehen werden.

Wie können Atemübungen Stress abbauen?

Unter Stress wird die Atmung häufig schneller und flacher. Bewusstes, langsames Atmen kann dabei helfen, die körperliche Anspannung zu verringern. Atmen Sie beispielsweise ruhig durch die Nase ein und etwas länger wieder aus. Bei Schwindel oder Unwohlsein sollte die Übung unterbrochen und normal weitergeatmet werden.

Warum hilft Bewegung beim Umgang mit Stress?

Bewegung schafft einen körperlichen Ausgleich zu geistiger und emotionaler Belastung. Spaziergänge, Radfahren oder moderates Training können Anspannung verringern und die Stimmung unterstützen. Gleichzeitig wird die Aufmerksamkeit für eine Weile von belastenden Gedanken weggeführt. Entscheidend ist eine Bewegungsform, die zu Ihrem Alltag und Ihrer körperlichen Verfassung passt.

Wie lassen sich Stress und Zeitdruck im Alltag besser organisieren?

Beginnen Sie mit einer realistischen Liste der anstehenden Aufgaben. Teilen Sie größere Vorhaben in kleinere Schritte und unterscheiden Sie zwischen wichtigen und weniger dringenden Punkten. Zeitliche Puffer helfen dabei, unerwartete Ereignisse aufzufangen. Ein überladener Tagesplan erzeugt dagegen zusätzlichen Druck, selbst wenn er gut organisiert aussieht.

Wie kann man nach der Arbeit besser abschalten?

Ein festes Ritual kann den Übergang vom Arbeitstag zur Freizeit erleichtern. Dazu eignen sich beispielsweise ein Spaziergang, das Wechseln der Kleidung oder eine kurze Entspannungsübung. Berufliche Nachrichten sollten nach Möglichkeit nicht dauerhaft am Abend kontrolliert werden. Bleiben Gedanken an die Arbeit bestehen, kann es helfen, offene Aufgaben für den nächsten Tag schriftlich festzuhalten.

Welchen Einfluss hat Schlaf auf das Stressempfinden?

Zu wenig Schlaf kann die Belastbarkeit senken und Reizbarkeit verstärken. Gleichzeitig erschwert anhaltender Stress häufig das Ein- und Durchschlafen. Dadurch kann ein Kreislauf aus Anspannung, Erschöpfung und weiteren Schlafproblemen entstehen. Regelmäßige Schlafenszeiten und eine ruhige Abendgestaltung können helfen, diesen Zusammenhang zu durchbrechen.

Kann die Ernährung das Stressempfinden beeinflussen?

Regelmäßige Mahlzeiten versorgen den Körper gleichmäßig mit Energie und können Leistungstiefs vorbeugen. Wer unter Stress Mahlzeiten auslässt, reagiert möglicherweise schneller gereizt oder erschöpft. Eine ausgewogene Ernährung ersetzt keine Erholung, kann den Körper in belastenden Phasen aber unterstützen.

Was ist digitaler Stress und wie lässt er sich reduzieren?

Digitaler Stress entsteht unter anderem durch ständige Erreichbarkeit, viele Nachrichten und häufige Unterbrechungen. Benachrichtigungen können die Konzentration stören und das Gefühl vermitteln, jederzeit reagieren zu müssen. Feste Zeiten für E-Mails und soziale Medien schaffen mehr Ruhe im Tagesablauf. Auch bildschirmfreie Phasen am Abend können zur Erholung beitragen.

Neurexan Logo

Entspannen am Tag. Gut schlafen in der Nacht.

Neurexan®: Mischung, Zul.-Nr.: 16814.00.00 (Stand: Feb. 2025) Tabletten, Zul.-Nr.: 16814.00.01 (Stand: Aug. 2025)

Anw.geb.: Sie leiten sich von den homöopath. Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Schlafstörungen u. nervöse Unruhezustände.

Warnhinweis: Mischg.: Enth. 75 mg Alkohol (Ethanol) pro 5 Tropfen (36 Vol.-%). Tabl.: Enth. Laktose.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Biologische Heilmittel Heel GmbH, Dr.-Reckeweg-Straße 2-4, 76532 Baden-Baden, www.heel.de


Literaturverzeichnis:1 Zitiert nach Professor Dr. med. Jörg Bojunga, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), www.endokrinologie.net/pressemitteilung/dauerstress-hormongleichgewicht.php.

2 gemessen im Speichel, Doering et al. (2016): Effects of Neurexan® in an experimental acute stress setting-An explorative double-blind study in healthy volunteers. Life sciences, 146, 139–147.; doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie mit n=64 gesunden Probanden.