Guter Schlaf ist kein Luxus und keine Zeitverschwendung. Gesunder Schlaf ist die unentbehrliche Grundlage für Gesundheit, Wohlbefinden und Entwicklung.

Die Erholung im Schlaf ist für die Funktionen des Gehirns und die Erhaltung unserer körperlichen und geistigen Gesundheit unverzichtbar. Wissenschaftler sind sich einig: Wer dauerhaft zu wenig schläft, der lebt gefährlich. Unter anderem steigt das Risiko von Diabetes, Übergewicht und Herzerkrankungen. Auch unser Abwehrsystem ist auf einen regelmäßigen Schlaf angewiesen.

Die von der US-amerikanischen Sleep Foundation empfohlene Schlafdauer beträgt sieben bis acht Stunden pro Tag. Wichtiger als die Dauer ist aber die Qualität des Schlafes. Nach einer erholsamen Nachtruhe wacht man erfrischt und mit neuer Energie auf. Morgendliche Müdigkeit ist dagegen oft ein erstes Anzeichen für Schlafprobleme.

Gesunder Schlaf ist Erholung

Erholung für Körper und Geist

Im Tiefschlaf erholt sich der Körper. In dieser Zeit läuft die Regeneration des Stoffwechsels auf Hochtouren. Zellen, die für die Erhaltung und Funktion der Organe wichtig sind, werden neu gebildet oder repariert. Alterungsprozesse werden verlangsamt. Im Traumschlaf findet die geistige Erholung statt.
In diesen Schlafphasen werden die Erlebnisse des Tages verarbeitet. Man vermutet, dass sich stark beanspruchte Nervenzellen im Traum regenerieren. Kreislauf, Puls und Atmung sind im Schlaf verlangsamt. Die Reizempfindlichkeit ist herabgesetzt.

Schlafstörungen haben direkte Auswirkungen auf die Gesundheit

Schon wenige schlaflose Nächte haben Auswirkungen auf die Gesundheit: Die Ausschüttung immunaktiver Stoffe ist verringert, dadurch wird das Immunsystem geschwächt und Entzündungen im Körper werden begünstigt.

Bei länger anhaltenden, chronischen Schlafstörungen kann sich auch das Risiko für Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus erhöhen. Zudem kann häufiges Aufwachen und Aufstehen langfristig einen hohen Blutdruck begünstigen und das Herz belasten. Langfristige Schlafstörungen erhöhen das Risiko, an einer Depression oder anderen seelischen Leiden zu erkranken.

Stresskarusell

Das Symptom-Karussell stoppen

Nicht zuletzt haben Schlafstörungen direkte Auswirkungen auf den nächsten Tag: Wer nachts nicht ausreichend schläft, ist anderntags müde, gereizt und anfällig für Stress. Die Konzentrationsfähigkeit ist vermindert, die Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Häufig schleichen sich Fehler ein.

Um einen drohenden Teufelskreis aus Schlaflosigkeit nachts und dem Gefühl von Überforderung tagsüber zu vermeiden, ist es unbedingt angeraten, bei Schlafstörungen von Beginn an gezielte Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Frauen leiden häufiger an Schlafstörungen als Männer.

Auch bei älteren Menschen sind Schlafstörungen ein weit verbreitetes Problem. Beinahe jeder Zweite in Deutschland über 65 Jahre leidet an chronischen Schlafstörungen. Ältere Menschen schlafen zwar nicht weniger als in jungen Jahren, sie empfinden ihren Schlaf jedoch als weniger erholsam. Einer der Gründe dafür ist die veränderte Schlafstruktur im Alter. Die Tiefschlafphasen werden kürzer und durch Reize von außen, z.B. Geräusche, wachen Ältere häufiger auf und können dann oft lange nicht mehr einschlafen.
Aufgrund der vielfältigen gesundheitlichen Auswirkungen muss man Schlafprobleme unbedingt ernst nehmen und gegensteuern. Entdecken Sie Neurexan.
Bei Beschwerden, die länger als zwei Wochen andauern, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Schlafstörungen ernst nehmen

Leider sind Schlafstörungen ein sehr weitverbreitetes Problem. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin spricht von etwa 40 Prozent der Berufstägigen in Deutschland, die über Erschöpfung und Müdigkeit klagen. Laut dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK geben 80 Prozent der Arbeitnehmer an, schlecht zu schlafen. Damit sind Schlafstörungen seit 2010 um 66 Prozent angestiegen. Jeder Zehnte leidet unter einer echten Insomnie. Darunter versteht man eine schwere Schlafstörung, die mindestens dreimal wöchentlich über einen Zeitraum von mindestens einem Monat andauert.

 

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Quelle
DAK: Beiträge zur Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung (Band 16), Gesundheitsreport 2017. Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten. Update: Schlafstörungen. https://www.dak.de/dak/download/gesundheitsreport-2017-1885298.pdf
Weitere Informationen zum Gesundheitsreport 2017: https://www.medhochzwei-verlag.de/News/Details/64189