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Frau liegt im Bett und schläft.
Schlafstörungen

Starkes Immunsystem – im Schlaf

Während wir friedlich schlummern, tut unser Immunsystem kein Auge zu: Unsere Abwehrkräfte schützen uns auch während der wohlverdienten Nachtruhe vor Eindringlingen und bekämpfen Übeltäter. Guter Schlaf ist deshalb enorm wichtig für unsere Gesundheit. Wir zeigen Ihnen, wie Schlaf dazu beiträgt, unser Immunsystem zu stärken.

Wenn wir schlafen, erwacht unser Immunsystem

Wenn es draußen dunkel wird und wir allmählich in den Schlaf sinken, beginnt unser Immunsystem auf Hochtouren zu arbeiten – man könnte es fast als „nachtaktiv“ bezeichnen. Natürlich sind unsere Abwehrkräfte auch am Tag für uns im Einsatz. Doch während der Nachtruhe, insbesondere in der Tiefschlafphase können hormonelle Veränderungen festgestellt werden, welche die ersten Schritte bei der Entstehung einer adaptiven Immunantwort unterstützen und somit die Aktivierung der T-Zellen und die Antikörperproduktion beim Eindringen von Erregern fördern. Mit dem Ziel potenzielle Übeltäter unschädlich zu machen, treten die Immunzellen ihre Reise durch unseren Körper an. Auf diese Weise wird das Immunsystem im Schlaf gestärkt.

Doch das ist noch nicht alles: Während wir schlafen, leitet unser Körper mithilfe des Immunsystems Selbstheilungsprozesse ein. Beschädigte Zellen werden repariert, neues Gewebe aufgebaut und der natürliche Heilungsprozess des Körpers unterstützt. Kaum verwunderlich also, dass wir uns nach erholsamer Nacht mit jeder Menge gutem Schlaf wie neu geboren fühlen.


Lernen im Schlaf – für ein starkes Immunsystem

Sich im Schlaf ohne langes Lernen neues Wissen aneignen oder eine unbekannte Fähigkeit erwerben? Klingt eher nach einer Wunschvorstellung, doch nicht für unser starkes Immunsystem! Während der wohlverdienten Nachtruhe wird das Gedächtnis unserer körpereigenen Immunabwehr trainiert. Guter Schlaf spielt deshalb eine wichtige Rolle für die Entwicklung des sogenannten „immunologischen Gedächtnisses“. Und das funktioniert so: Unsere Abwehrkräfte wenden verschiedene Strategien an, um Eindringlinge unschädlich zu machen. Dadurch „lernen“ sie, welche Maßnahmen effektiv funktionieren und welche nicht. Dringen die gleichen oder ähnliche Krankheitserreger erneut in den Körper ein, „weiß“ unser Immunsystem, wie es schnell und effizient reagieren kann – da es im Schlaf sein Gedächtnis gestärkt hat.

Guter Schlaf = starkes Immunsystem

Hat unser Körper allerdings durch zu wenig guten Schlaf nicht genügend Zeit zum Ausruhen und Regenerieren, schwächt das auch unsere Abwehrkräfte. Die Produktion von Immunzellen verringert sich, unser Immunsystem verliert sozusagen an Stärke. Leiden wir unter Schlafmangel z.B. in Folge von Schlafstörungen, kann das zur Folge haben, dass auch unsere Abwehrzellen erschöpft sind – und weniger effektiv arbeiten. Die Folge: Wir werden anfälliger für Infektionen und Krankheiten.

Forscher haben herausgefunden, dass weniger Schlaf pro Nacht die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigt, sich gegen Krankheitserreger zu verteidigen. Auch steigt das Erkältungsrisiko mit weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht auf Dauer kontinuierlich an. Zusätzlich führt Schlafmangel dazu, dass unser Körper vermehrt Stresshormone wie Cortisol ausschüttet. Ein erhöhter Cortisolspiegel kann das Immunsystem unterdrücken und unsere Abwehrkräfte schwächen. Regelmäßig guter Schlaf ist also entscheidend für ein starkes Immunsystems – und damit ein wichtiger Faktor, um gesund und fit für die Herausforderungen des Alltags zu bleiben.