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Frau liegt im Bett und stellt ihren Wecker aus.
Schlafstörungen

Circadianer Rhythmus: Die innere Uhr unseres Körpers

Jeden Morgen das Gleiche: Gerade noch im Tiefschlaf, schon reißt uns der Wecker unsanft aus unseren Träumen. Früher ins Bett zu gehen, ist oft keine Lösung. Denn: Unsere innere Uhr bestimmt den Takt unseres Lebens. Wie sie uns genau beeinflusst und welche Rolle dabei die Hormone Melatonin und Cortisol spielen.

Jetlag, Jahreszeitenwechsel oder Zeitumstellung – in solchen Situationen wird uns schnell bewusst, wie schwer es ist den eigenen Biorhythmus zu überlisten. Der Schlaf will dann einfach nicht kommen, wir wachen nachts ständig auf oder fühlen uns am nächsten Tag wie gerädert. Doch woran liegt das? Kurz gesagt: An unserer inneren Uhr. Sie beeinflusst uns mehr, als wir denken. Ob wir müde oder energiegeladen sind, hängt von unserem persönlichen Biorhythmus ab und ist eine Typfrage.

Biorhythmus: Unsere innere Uhr

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum manche Menschen bereits frühmorgens voller Energie sind, während andere lieber ausschlafen und erst im Laufe des Tages so richtig wach werden? Dies wird von dem rhythmischen Wechsel von Tag und Nacht, den Jahreszeiten und dem Alter beeinflusst. Das innere Uhrwerk bestimmt, was Körper und Geist machen wollen – ob wir munter oder müde sind, unser Puls oder Blutdruck ansteigen oder die Körpertemperatur absinkt.Der Taktgeber der inneren Uhr ist ein kleiner Bereich im Zwischenhirn – der sogenannte suprachiasmatische Kern: Mithilfe der Hormone Melatonin (Schlafhormon) und Cortisol (Stresshormon) steuert er unter anderem unseren Wach-Schlaf-Rhythmus.

Circadianer Rhythmus: Äußere und innere Zeitgeber

Unsere innere Uhr läuft im 24 Stunden-Takt, dem sogenannten circadianem Rhythmus – besser bekannt als Biorhythmus. Der wichtigste äußere Zeitgeber ist das Sonnenlicht, es stellt den Grundrhythmus – der ansonsten zwischen 23,5 Stunden und 25 Stunden schwanken würde – jeden Tag aufs Neue auf 24 Stunden ein. Sozusagen synchronisiert sich unser inneres Uhrwerk mit dem Hell-Dunkel-Rhythmus unserer Umwelt. Was genau da passiert? Ganz einfach: Tagsüber gelangt Licht durch unsere Augen zu lichtempfindlichen Rezeptoren, die dafür verantwortlich sind, Helligkeit wahrzunehmen. Diese Ganglienzellen-Rezeptoren leiten den Lichtreiz zum suprachiasmatischen Kern weiter, der die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol mit steuert. Analog kann das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet werden, sobald die Lichtintensität abnimmt.

Biorhythmus ohne Tageslicht?

Was passiert eigentlich mit der inneren Uhr und dem circadianen Rhythmus, wenn wir kein Tageslicht abbekommen? Genau diese Frage haben sich Wissenschaftler gestellt und in den 1960er Jahren kurzerhand einen Forschungsbunker ins Leben gerufen: Knapp 400 Menschen begaben sich für mehrere Wochen in einen Bunker bei Andechs – ohne äußere Taktgeber wie Tageslicht und abgeschirmt von anderen Menschen. Das Ergebnis: Wie sonst auch, blieben sie zwei Drittel des Tages wach und verbrachten ein Drittel der Tageszeit schlafend. Das Interessante: Innerhalb kurzer Zeit pendelten sich die Tage der Probanden auf 24,7 bis 25,2 Stunden ein. Der Beweis dafür, dass eine innere Uhr unsere Körperfunktionen und den Tagesrhythmus steuert.

 

Die zwei wichtigsten inneren Zeitgeber sind die Hormone Melatonin und Cortisol. So werden wir dank unserer inneren Uhr morgens lichtempfindlicher – unser Cortisolspiegel erreicht etwa um 7:00 sein Maximum. Unsere Leistungsfähigkeit steigt, um fit in den Tag zu starten: In Topform sind die meisten Menschen vormittags zwischen 10:00 und 12:00 Uhr und nachmittags gegen 16:00. Grund dafür: In dieser Zeit laufen unsere Körperfunktionen auf Hochtouren – die Kerntemperatur ist optimal und unser Blutdruck erreicht das maximale Tageshoch. Wenn es draußen langsam dunkel wird, kommt der Zeitgeber Melatonin zum Einsatz: Der Körper fährt runter, bereitet sich auf die Nachtruhe vor und drosselt den Stoffwechsel Jedoch ist der Biorhythmus von Mensch zu Mensch verschieden.

Schlaftypen: Von Lerchen, Eulen und Normaltypen

Jeder Mensch hat eine innere Uhr – und bei jedem tickt sie ein wenig anders: Sie bestimmt, ob man eher zu den morgenfrischen Frühaufstehern, den nachtaktiven Langschläfern oder zu einer Mischung  zählt. Zwei Biorhythmustypen bzw. Schlaftypen sind allgemein bekannt: Lerchen und Eulen. Die Frühaufsteher – umgangssprachlich auch Lerchen genannt – sind morgens voller Energie und werden abends früher müde, während Eulen – gemeint sind die Nachtmenschen – abends ihr Leistungshoch voll ausschöpfen und morgens eher muffelig sind.

Tatsächlich fallen in diese beiden extremeren Schlaftypen-Kategorien  gerade mal 30 % der Menschen. Die übrigen 70 % gelten als Normaltyp. Die Schlaftypen sind auch nicht in Stein gemeißelt: vom Kindesalter bis zum Erwachsenenalter können sie sich verändern. Eltern können davon ein Lied singen: Kinder wollen meist früher aufstehen, aber kaum in der Pubertät verschiebt sich der Biorhythmus zeitlich nach hinten – in Richtung des Eulentyps. Im Laufe der Jahre rutscht der Rhythmus wieder in Richtung Lerche – viele alte Menschen sind meist früh wach und gehen zeitig zu Bett.  

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