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Frau streckt sich morgens entspannt im Bett, weiches Sonnenlicht fällt durch die Vorhänge und vermittelt ein Gefühl von erholsamem Schlaf.
Schlafstörungen

Was passiert im REM-Schlaf? Einblick in die nächtlichen Prozesse von Körper und Geist

Lesezeit ca. 5 Min

Fast jeder kennt sie: Nächte, in denen der Schlaf nicht recht kommen will oder wir morgens wie gerädert aufwachen. Für viele Menschen ist erholsamer Schlaf ein wertvolles Gut und doch bleibt oft unklar, was eigentlich während der Nacht im Körper und Gehirn geschieht. Gerade der REM-Schlaf, eine besondere Phase im Schlafzyklus, spielt eine Schlüsselrolle für unsere geistige und emotionale Gesundheit.

Überblick über die Schlafphasen: Non-REM und REM-Schlaf

Der menschliche Schlaf gliedert sich in verschiedene Phasen, die zyklisch ablaufen und sich mehrmals pro Nacht wiederholen. Ein typischer Schlafzyklus dauert etwa 90 bis 110 Minuten und besteht aus:

  • Non-REM-Schlaf: Diese Phase lässt sich in Leichtschlaf und Tiefschlaf unterteilen. Im Leichtschlaf sinken Puls und Körpertemperatur, der Körper beginnt sich zu entspannen. Im Tiefschlaf, auch als Slow-Wave-Schlaf bezeichnet, finden wichtige Regenerationsprozesse statt. Zellreparaturen und die Ausschüttung von Wachstumshormonen sind hier besonders aktiv.

  • REM-Schlaf (Rapid Eye Movement): Diese Phase folgt auf die Non-REM-Stadien und ist vor allem für die geistige Erholung bedeutsam. Die Dauer des REM-Schlafs nimmt mit jedem Zyklus zu, während der Tiefschlaf gegen Morgen kürzer wird. So verschiebt sich der Fokus der nächtlichen Erholung im Verlauf der Nacht immer stärker auf mentale Prozesse.

Was passiert im REM-Schlaf? Körperliche und geistige Prozesse

Der REM-Schlaf zeichnet sich durch eine nahezu paradoxe Aktivität aus: Während der Körper äußerlich entspannt und regungslos bleibt, arbeitet das Gehirn auf Hochtouren. Die wichtigsten Merkmale dieser Schlafphase sind:

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Schnelle Augenbewegungen

Unter den geschlossenen Lidern bewegen sich die Augen ruckartig hin und her – daher die Bezeichnung „Rapid Eye Movement“.

Icon Anstieg des Blutdrucks
Unregelmäßige Herzfrequenz und Atmung

Im Gegensatz zum ruhigen Rhythmus des Tiefschlafs werden Herzschlag und Atemzüge variabler.

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Gehirnaktivität

Besonders aktiv sind Hirnareale, die für die Verarbeitung von Emotionen und Erinnerungen zuständig sind, wie zum Beispiel die Amygdala. Die elektrische Aktivität im Gehirn ähnelt teilweise der des Wachzustands.

Erholsamer Schlaf
Muskelatonie

Der Hirnstamm sorgt für eine weitgehende Entspannung der Muskulatur. Diese sogenannte REM-Atonie verhindert, dass wir unsere Träume körperlich umsetzen und schützt vor unkontrollierten Bewegungen.

Im REM-Schlaf sind Träume besonders intensiv, bildhaft und emotional geprägt. Körperliche Regungen sind auf ein Minimum reduziert, während das Gehirn Erlebtes verarbeitet und neue Eindrücke sortiert.

Frau liegt lachend im Bett - Symbol für erholsame Schlafphasen

Träume scheinen eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung komplexer Gefühle und Gedanken zu spielen.

Funktionen des REM-Schlafs: Emotionen, Gedächtnis und Stressverarbeitung

REM-Schlaf erfüllt zentrale Aufgaben für unsere psychische und geistige Gesundheit:

  • Emotionale Verarbeitung: Im REM-Schlaf werden emotionale Erlebnisse des Tages reflektiert und eingeordnet. Dies hilft, Stress und belastende Gefühle zu bewältigen.

  • Konsolidierung von Erinnerungen: Neue Eindrücke und Gelerntes werden im Gehirn sortiert und emotional belastende Erinnerungen können abgeschwächt werden. Der REM-Schlaf unterstützt somit Lernprozesse und die emotionale Gedächtnisbildung.

  • Stressbewältigung: Menschen, die unter Anspannung stehen, berichten häufig von besonders lebhaften oder belastenden Träumen – ein Zeichen dafür, wie eng Schlaf und Emotionen miteinander verbunden sind.

Träume entstehen zwar in allen Schlafphasen, doch im REM-Schlaf sind sie besonders ausgeprägt und scheinen eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung komplexer Gefühle und Gedanken zu spielen.

REM-Schlaf im Lebensverlauf: Kinder, Erwachsene und Senioren

Der Anteil des REM-Schlafs am gesamten Schlaf verändert sich im Laufe des Lebens. Kinder und Jugendliche verbringen einen größeren Teil ihrer Nächte im REM-Stadium. Im jungen Erwachsenenalter stabilisiert sich dieser Anteil und bleibt relativ konstant. Ab etwa 60 Jahren nimmt die Dauer des REM-Schlafs auf natürliche Weise etwas ab.

Alltagstipps für einen erholsameren Schlaf

1. Feste Schlafzeiten einhalten

Regelmäßige Schlafenszeiten stärken den natürlichen Schlaf‑Wach‑Rhythmus. Wer täglich zu ähnlichen Zeiten ins Bett geht und aufsteht, unterstützt einen ausgeglichenen und stabilen Schlafverlauf – unabhängig davon, welche Schlafphase gerade aktiv ist.

2. Entspannende Abendroutine entwickeln

Ruhige Tätigkeiten wie Lesen, sanfte Dehnübungen oder Atemtechniken helfen dem Körper, zur Ruhe zu kommen. Solche Rituale mindern innere Anspannung und erleichtern einen harmonischen Übergang in die Nacht.

3. Bildschirmzeit rechtzeitig reduzieren

Mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen sollten digitale Geräte pausieren. Das blaue Licht von Bildschirmen kann die Ausschüttung von Melatonin beeinflussen – einem körpereigenen Hormon, das wesentlich für das Einschlafen ist.

4. Schlafumgebung optimieren

Ein dunkler, kühler und ruhiger Raum erleichtert das Ein und Durchschlafen. Eine angenehme Matratze, frische Luft und möglichst wenige Störquellen fördern erholsames, ununterbrochenes Schlafen.

5. Tagesrhythmus aktiv gestalten

Regelmäßige Bewegung, frische Luft und ausreichend Tageslicht stabilisieren die innere Uhr. Aktivität tagsüber unterstützt den natürlichen Schlafdruck am Abend – jedoch sollte intensive körperliche Anstrengung nicht direkt vor der Nachtruhe stattfinden.

6. Stress reduzieren

Anhaltende Anspannung kann die nächtliche Erholung beeinträchtigen. Methoden wie Meditation, Spaziergänge, Achtsamkeitsübungen oder Tagebuchschreiben helfen, den Geist zu beruhigen und abendliche Grübeleien zu verringern.

REM-Schlaf - FAQs: Die wichtigsten Fragen im Überblick

Wie ist ein Schlafzyklus aufgebaut und warum wiederholt er sich mehrmals pro Nacht?

Ein vollständiger Schlafzyklus dauert etwa neunzig bis einhundertzehn Minuten und umfasst Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf. Diese Abfolge wiederholt sich drei bis sechs Mal pro Nacht, damit sowohl körperliche als auch geistige Regeneration stattfinden können. Der Körper nutzt die frühen Zyklen vor allem für Tiefschlaf, während später am Morgen die REM-Phasen dominieren.

Warum nimmt der REM-Schlaf im Verlauf der Nacht zu?

Zu Beginn der Nacht stehen körperliche Reparaturprozesse im Vordergrund, weshalb der Tiefschlaf überwiegt. Mit jedem Schlafzyklus verschiebt sich der Schwerpunkt jedoch weiter hin zur geistigen und emotionalen Feinregulierung, wodurch die REM-Phasen länger werden. Gegen Morgen kann die REM-Phase besonders ausgeprägt sein. Dies unterstützt Gedächtnisleistung und emotionale Balance.

Was passiert im Gehirn während des REM-Schlafs?

Während des REM-Schlafs ist das Gehirn so aktiv wie im Wachzustand und verarbeitet emotionale sowie kognitive Eindrücke des Tages. Bereiche wie die Amygdala arbeiten besonders stark, um Gefühle und Erinnerungen zu sortieren. Gleichzeitig werden neuronale Verbindungen reorganisiert und gefestigt. Diese intensiven inneren Prozesse finden statt, obwohl der Körper äußerlich vollkommen entspannt bleibt.

Warum sind Träume im REM-Schlaf so intensiv und emotional?

In dieser Phase arbeiten emotionale Hirnregionen besonders aktiv, während gleichzeitig die logischen und rationalen Bereiche weniger kontrollieren. Dadurch entstehen lebendige, bildhafte und oft sehr emotionale Traumszenarien. Das Gehirn verbindet Erlebtes, Erinnerungen und Fantasiefragmente zu komplexen Traumgeschichten. Die Muskelatonie verhindert dabei, dass diese Inhalte körperlich ausgelebt werden.

Welche Rolle spielt der REM-Schlaf für das Gedächtnis und Lernprozesse?

Der REM-Schlaf unterstützt die Konsolidierung neuer Informationen und integriert sie in bestehende Gedächtnisstrukturen. Gleichzeitig hilft er, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und emotionale Inhalte richtig einzuordnen. Dadurch wird Lernstoff besser verankert und langfristig abrufbar. Menschen mit ausreichend REM-Schlaf profitieren häufig von größerer geistiger Flexibilität und Kreativität.

Welche körperlichen Prozesse kennzeichnen den REM-Schlaf?

Während der REM-Phase bleibt die Muskulatur nahezu vollständig entspannt, damit das Gehirn die Trauminhalte nicht in Bewegungen umsetzt. Gleichzeitig sind Atmung und Herzschlag unregelmäßiger, was die inneren geistigen Prozesse widerspiegelt. Die schnellen Augenbewegungen zeigen die hohe Aktivität des Gehirns. Diese Kombination ermöglicht intensive mentale Arbeit bei gleichzeitigem körperlichem Schutz.

Wie verändern sich Schlafzyklen und der REM-Schlaf im Laufe des Lebens?

Kinder und Jugendliche verbringen deutlich mehr Zeit im REM-Schlaf, weil ihr Gehirn stark wächst und permanent neue Reize verarbeitet. Im Erwachsenenalter stabilisiert sich der REM-Anteil und bleibt relativ konstant. Ab etwa sechzig Jahren nimmt die Dauer des REM-Schlafs natürlicherweise etwas ab. Trotzdem bleibt er für geistige Gesundheit und emotionales Wohlbefinden lebenslang wichtig.

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Anw.geb.: Sie leiten sich von den homöopath. Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Schlafstörungen u. nervöse Unruhezustände.

Warnhinweis: Mischg.: Enth. 75 mg Alkohol (Ethanol) pro 5 Tropfen (36 Vol.-%). Tabl.: Enth. Laktose. 1 Tabl. = 0,025 BE.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Biologische Heilmittel Heel GmbH, Dr.-Reckeweg-Straße 2-4, 76532 Baden-Baden, www.heel.de


Literaturverzeichnis:1 Zitiert nach Professor Dr. med. Jörg Bojunga, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), https://www.endokrinologie.net/pressemitteilung/dauerstress-hormongleichgewicht.php.

2 gemessen im Speichel, Doering et al. (2016): Effects of Neurexan® in an experimental acute stress setting-An explorative double-blind study in healthy volunteers. Life sciences, 146, 139–147.; doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie mit n=64 gesunden Probanden.